Lígia Fonseca stellt bestimmte vom Innenministerium angekündigte Einschränkungen in Frage

Die First Lady, Lígia Fonseca, stellte einige der Beschränkungen in Frage, die das Innenministerium am Freitag (7. August) auf den Inseln Sal und Santiago, die am stärksten von der Covid-19 betroffen sind, angekündigt hatte.

Die First Lady, Lígia Fonseca, betonte auf ihrer persönlichen Facebook-Seite, dass der Coronavirus und Covid-19 nicht von der in der Verfassung der Republik proklamierten demokratischen Rechtsstaatlichkeit abweicht, so dass die Regierung keine Maßnahmen ergreifen kann, welche die Rechte, Freiheiten und Garantien der Bürger beeinträchtigen.

Sie schrieb: “Wir alle bringen Opfer, um die Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern. Wer das nicht tut, muss bestraft werden, muss zur Rechenschaft gezogen werden, daran habe ich keinen Zweifel. Aber wir dürfen nicht vergessen, dass viele Unternehmen seit Monaten geschlossen sind und ihr Schicksal in den Bankrott geht, mit allen Konsequenzen, die sich daraus ergeben: mehr Arbeitslosigkeit, weniger Einkommen für die Familien, mehr Depressionen, mehr Kriminalität und Gewalt.”

Lígia Fonseca hob die Tatsache hervor, dass Menschen mit Gesundheitsproblemen eher an dem Virus erkranken, so dass ein mögliches mangelndes Einkommen zur Senkung der Immunität vieler Menschen beitragen kann.

“Die Politik des Grundnahrungsmittelkorbes [= Nahrungsmittelhilfe] beseitigt nicht die Unterernährung und schon gar nicht das Gefühl der Demütigung derjenigen, die es gewohnt sind, zu arbeiten und sich selbst zu versorgen”.

Hinsichtlich der Verkürzung der Öffnungszeiten von Bars und Terrassen sagt die First Lady, dass diese Maßnahme angesichts der Schwierigkeiten, die sie durchlaufen, fast der Schließung dieser Einrichtungen gleichkommt. Für Lígia ist dies eine Einschränkung der in der Verfassung verankerten wirtschaftlichen Freiheit.

“Unternehmen im Gaststättengewerbe, Bars und Terrassen, mussten Investitionen tätigen, um sich an die Gesundheitsvorschriften und die notwendige physische Distanzregelung anzupassen. Trotzdem arbeiten sie mit Schwierigkeiten und versuchen, ihre Arbeitsplätze zu behalten, trotz des Rückgangs der Kundenzahl”, argumentiert sie.

Abschließend drückte sie ihre Besorgnis über die Verschärfung der Maßnahmen aus, die ihrer Ansicht nach den gefügigen Personen schaden und den geheimen Bars und Versammlungen zugute kommen wird, die sich in den Vierteln ausbreiten und nie von den Überwachungsbehörden besucht werden.

Quelle: Covid-19: Lígia Fonseca questiona determinadas restrições anunciadas pelo MAI

Anmerkung der Reiseträume-Redaktion: Lígia Arcângela Lubrino Dias Fonseca ist eine kapverdische Anwältin, Aktivistin und Politikerin, die seit 2011 als First Lady von Kap Verde fungiert (Quelle).

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